Akuna Writing Erfahrung Blog Bachelorarbeit Ghostwriter Recherche Buecher

Deine wissenschaftliche Arbeit ist nur so gut wie deine Recherche – kenne dein Ziel!

Etwas zu recherchieren, bedeutet, zielgerichtet nach etwas zu suchen. Zielgerichtet heißt in jedem Fall, dass du vorher wissen musst, was du suchst und wie das, was du suchst, ungefähr aussehen muss. Einer der meist gesuchten Fragen zum Thema wissenschaftliches Arbeiten ist: Wie recherchiere ich richtig? Hier einige Tipps vom Ghostwriter.

Zunächst ist es wichtig, dass du eine Problem- oder Fragestellung formulierst – anderenfalls kannst du gleich die Nadel im Heuhaufen suchen. Wenn du deine Fragestellung kennst, kannst du diese in einzelne Schlagwörter aufteilen, die du als Suchbegriffe verwenden kannst. Grundlegendes zur Fragestellung, These und Hypothese erfährst du in diesem Artikel.

Wie und wo finde ich gute Quellen?

1. Frag deinen Betreuer

Die wirklich beste Methode ist es, deinen Betreuer zu fragen. Warum? Dadurch gehst du sicher, dass du qualitative Literatur zum Thema erhältst. Zudem kennt sich dein Betreuer in der Regel aus und erspart dir damit einiges an Sucharbeit. Die Literatur, die dein Betreuer empfiehlt, ist in der Regel hochwertig und für deine Ausarbeitung relevant. Darüber hinaus nutzt du hier einen psychologischen Trick: Nimm Empfehlungen von deinem Betreuer an und richte dich nach seinen Vorgaben. Seine eigenen Ideen wird dein Betreuer mit großer Wahrscheinlichkeit nicht schlecht bewerten.

2. Such in Datenbanken, Onlinebibliotheken und bei Onlinebuchhändlern

Es gibt verschiedene Datenbanken, die du nutzen kannst. Die bekanntesten sind Google Scholar, ScienceDirect, PubMed, EBSCO, SpringerLink, Springer Professional, Amazon, Thalia, Onlinebibliotheken und PSYNDEX. Es gibt aber auch darüber hinaus zahlreiche Datenbanken. Viele Hochschulen haben eigene Datenbanken oder Zugänge zu qualitativen Datenbanken. Es eignet sich auch, bei Onlinebuchhandlungen nach Fachbüchern zu schauen. Ein guter Trick ist dabei, zunächst bei Amazon und Thalia nachzusehen. Dort hast du oft die Möglichkeit, ins Inhaltsverzeichnis zu schauen und dir schon einmal einen Eindruck vom Inhalt zu verschaffen. Hast du etwas Passendes gefunden, dann kannst du dir das Buch bestellen oder in der Bibliothek ausleihen.

Was zeichnet eine gute Quelle aus?

Das musst du in jedem Fall selbst entscheiden. Die zuverlässigsten Quellen sind Peer-Review-Journals. In der Regel stellt deine Hochschule einen Leitfaden zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten zur Verfügung, das die Literatur-Qualitätshierarchie beinhaltet. Internetquellen sind keine absoluten Tabus. Im Gegenteil: Oftmals kommst du bei hochaktuellen Themen kaum an Internetquellen vorbei. Sieh zu, dass du überwiegend Quellen verwendest, bei denen Autor und Erscheinungsjahr vorhanden sind. Nachfolgend haben wir dir ein Quellenranking zusammengestellt, das für alle Universitäten gleichermaßen gilt:

Quellenranking

1. Peer-Review-Fachjournals

2. Fachjournals

3. Studien

4. Fachsammelwerke/qualitative Internetquellen wie Statista oder BPB

5. Fachbücher

6. Sammelwerke

6. Bücher

7. (Online-)Zeitschriften (Focus/Welt/FAZ)

8. Websites

Wie finde ich relevante Beiträge in der Literatur?

Damit du nicht jedes Paper und jeden Onlineartikel komplett lesen musst, kannst du die Suchfunktion (Windows: Strg + F/Mac: CMD + F) verwenden. Füge deine Suchwörter in das Suchfeld ein und spring zu den relevanten Stellen. Markiere die wichtigsten Stellen im Dokument, damit du später nicht lange suchen musst. Generell empfiehlt es sich, zuerst das Abstract bzw. Inhaltsverzeichnis zu lesen. Wenn deine Englischkenntnisse nicht ausreichend sind, kannst du den Google Übersetzer nutzen. Wenn du den Google Übersetzer als Erweiterung für deinen Browser installierst, kannst du alle Internettexte mit nur einem Klick übersetzen. Relevante Textpassagen erkennst du daran, dass dein gesuchtes Keyword oft im Verhältnis zum Textumfang erscheint. Kopiere dir die wichtigsten Textstellen in eine separate Worddatei. Um dir die spätere Arbeit zu vereinfachen, schreibe dir unter die Textpassage die vollständige Quelle auf, d. h. Autoren, Erscheinungsjahr, Titel und Seitenzahl der Textpassage.

Welche Datenbanken für welches Fach?

Welche Datenbanken du nutzen kannst, hängt von den Lizenzen deiner Hochschule ab. Über das Bibliotheksportal oder den VPN-Zugang deiner Hochschule kommst du meist auch von zu Hause an die Volltexte.

Datenbanken für die Literaturrecherche nach Fach (Auswahl)
FachDatenbanken
Alle FächerGoogle Scholar, BASE, Katalog deiner Hochschulbibliothek, Karlsruher Virtueller Katalog (KVK)
WirtschaftEBSCO Business Source, WISO, Statista, SpringerLink
PsychologiePsycINFO, PSYNDEX, PubPsych
Medizin, Pflege, GesundheitPubMed, CINAHL, Cochrane Library, LIVIVO
Soziale Arbeit, PädagogikFIS Bildung, ERIC, SSOAR, WISO
Jurabeck-online, juris, Wolters Kluwer Online
Technik, InformatikIEEE Xplore, ACM Digital Library, ScienceDirect
Geistes- und KulturwissenschaftenJSTOR, Project MUSE, MLA International Bibliography

Suchstrategie: So findest du passende Literatur

  1. Suchbegriffe sammeln: Zerleg deine Forschungsfrage in Schlagwörter, jeweils auf Deutsch und Englisch, und ergänze Synonyme.
  2. Begriffe verknüpfen: AND schränkt ein (Homeoffice AND Arbeitszufriedenheit), OR erweitert um Synonyme (Homeoffice OR Telearbeit), NOT schließt aus. Anführungszeichen suchen eine genaue Wortfolge.
  3. Filtern: nach Erscheinungsjahr, Sprache, Peer Review und Volltext.
  4. Schneeballsystem: In den Literaturverzeichnissen guter Treffer findest du weitere Quellen; über „Zitiert von“ in Google Scholar die neuere Forschung dazu.
  5. Dokumentieren: Notier Datenbank, Suchbegriffe und Trefferzahl. Bei einer Literaturarbeit gehört das in das Methodenkapitel.

Was nicht online verfügbar ist, bekommst du über die Fernleihe deiner Bibliothek. Für die Verwaltung lohnt sich von Anfang an ein Literaturverwaltungsprogramm wie Zotero oder Citavi; es erzeugt später auch das Literaturverzeichnis im richtigen Zitierstil.

FAQ

Wie viele Quellen braucht eine Bachelorarbeit?

Eine feste Zahl gibt es nicht. Als grobe Orientierung nennen viele Betreuer etwa eine bis zwei Quellen pro Seite; entscheidend ist aber die Qualität, nicht die Menge.

Darf ich Internetquellen verwenden?

Ja, wenn sie seriös und nachprüfbar sind, etwa Seiten von Behörden, Statistikämtern oder Fachverbänden. Wikipedia und Blogs eignen sich zum Einstieg, aber nicht als Beleg.

Wo finde ich Literatur, wenn meine Bibliothek nichts hat?

Über Fernleihe, Open-Access-Suchmaschinen wie BASE, die Websites der Autoren und Repositorien wie SSOAR. Viele Autoren schicken ihre Aufsätze auch auf Anfrage per Mail.

Wenn die Recherche klemmt, übernehmen wir sie auch einzeln: Literaturrecherche und Quellenbewertung.